Discovery wird oft als Formalität behandelt. Für mich ist sie eine präzise Analyse. Ich reduziere Produkte auf zentrale Datenmodelle und Nutzerintentionen, um herauszufinden, wo visuelle Unordnung oder technische Schulden die Produktlogik beschädigt haben.
Die These für 2026
Strategie vor Ästhetik.
In einer Zeit, in der ausgearbeitete Interfaces in Sekunden generiert werden, liegt der Wert von Produktdesign weniger in reiner Produktion und stärker in Analyse, Struktur und Urteilsvermögen. Meine Rolle ist es, sicherzustellen, dass das, was wir bauen, auf einer belastbaren Produktstruktur basiert — nicht nur auf ästhetischen Trends.
Technische Dekonstruktion
Discovery wird erst dann nützlich, wenn sie sichtbar macht, wo die Produktlogik nicht mehr trägt.
Entscheidungen basieren nie auf Intuition. Sie basieren auf der dokumentierten Reibung zwischen dem mentalen Modell des Nutzers und der Architektur des Systems.
Moderne Spezialisierung
Die meisten Produkte brauchen nicht mehr Funktionen. Sie brauchen eine klarere Produktlogik.
Ich identifiziere UX-Schulden, die Wachstum bremsen: aufgeblähte Navigation, inkonsistente mentale Modelle und Logiklücken in komplexen Workflows. Ich arbeite mit bestehenden Designs und nutze Discovery, um strukturelle Probleme sichtbar zu machen, die glatt polierte v2.0-Entwürfe oft verdecken.
UI-Architektur-Audit
Analyse der Lücke zwischen technischem Backend und Frontend-Logik, damit das Produkt keine vermeidbare Frustration mehr erzeugt.
Workflow-Vereinfachung
Reduzierung der kognitiven Belastung in aufgabenintensiven Produkten in den Bereichen Fintech, Health-Tech und Enterprise-Umgebungen.
Strategisches Tooling
KI beschleunigt die Arbeit. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.
Ich nutze KI-Tools, um repetitive Produktionsarbeit zu beschleunigen — nicht, um Urteilsvermögen auszulagern. So kann ich mehr Energie in Strategie, Struktur und die Grenzfälle investieren, die automatisierte Tools zuverlässig übersehen.
USP: Der KI-Auditor
Generierte Designfehler korrigieren
Moderne UI wird zunehmend generiert: visuell poliert, aber funktional brüchig. Diese Interfaces können in einer Präsentation beeindruckend aussehen und dennoch in der realen Nutzung scheitern, weil Hierarchie, Barrierefreiheit und Flow-Logik nie richtig gelöst wurden.
Ich analysiere generierte Erlebnisse, um das „Uncanny Valley“ der UI zu korrigieren — dort, wo Schaltflächen an der falschen Stelle sitzen, die Hierarchie sich falsch anfühlt und das Produkt technisch existiert, aber für Menschen in der Nutzung nicht stimmig wirkt.
Die Leitlinie
Nützlichkeit ist Schönheit.
Ich entwerfe nicht, damit Dinge nur schön aussehen. Ich entwerfe, um geschäftliche Probleme zu lösen und die Nutzbarkeit zu verbessern. Wenn das Produkt richtig funktioniert, wird die Ästhetik meist von selbst klarer.